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      Grundsätzliches zu den Änderungen erfahren Sie auf der NVV-Homepage unter www.NVV.de  

Was ändert sich speziell im Werra-Meißner-Kreis?

- Tarifanpassung zum Fahrplanwechsel 2014/2015 am 14. Dezember 2014

NVV-Fahrpreisanpassung um durchschnittlich + 3,3 % 

- in den Fahrplänen ab 14. Dezember 2014 

sh. NVV-Internetseite unter www.nvv.de oder HIER (incl. Schiene) oder Kurzfassung der Änderungen (nur Bus und Tarif) = HIER

Den Presseartikel aus der Werra-Rundschau zum Thema können Sie HIER lesen.

 

 



Die NWM teilt mit, dass der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises in seiner Sitzung am 07.11.2014 den "Lokalen Nahverkehrsplan Werra-Meißner-Kreis 2014-2019" einstimmig beschlossen hat. Mit dem lokalen Nahverkehrsplan werden die Perspektiven für eine mit allen Akteuren abgestimmte Weiterentwicklung des ÖPNV im Werra-Meißner-Kreis und die Eckwerte der Entwicklung aufgezeigt und festgeschrieben.

Die beschlossene Version des Nahverkehrsplanes (NVP) ist HIER als "pdf"-Dateien abrufbar.  


Die Broschüre mit allgemeinen Informationen zum Mobilitätsprojekt "Mobilfalt" wurde jetzt aktualisiert und kann HIER oder mit eine Klick auf das Bild heruntergeladen werden. Den sog. "Basisflyer Mobilfalt" können Sie HIER erreichen.

Und hier der Mobilfalt-Erklärungsfilm: 

 

 

 

dazu die Pressemeldung

Mitreden beim neuen Praxisdialog „Mobil in ländlichen Räumen“ auf dem Demografieportal

Das bundesweit einmalige Modellprojekt Mobilfalt wird jetzt auch als besonders gutes Praxisbeispiel im Netz zum Erfahrungsaustausch und Information durch das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung  vorgestellt. Jeder der Interesse hat, kann sich direkt mit einem Experten des NVV in Verbindung setzen. Die Details dazu finden Sie in der nachstehenden PresseInfo:

Mobilfalt im Demografieportal als gutes Praxisbeispiel diskutieren – Direkter Austausch über Erfahrungen und Informationen mit NVV-Experten im Netz

Mit einem Praxisdialog im Internet zum Thema - Mobil in ländlichen Räumen - soll der Austausch und die Information über mögliche Lösungen zur Mobilitätssicherung auf dem Land bundesweit intensiviert werden. Dazu hat das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung ein entsprechendes Angebot auf dem Demografieportal des Bundes und der Länder (www.demografie-portal.de) eingerichtet und die Initiatoren von Mobilfalt gebeten, Ihr Projekt dort als Auftakt zum überregionalen Erfahrungsaustausch vorzustellen.  

Die Mobilfalt wurde bereits vor dem Start des Dialogs vom Land Hessen als besonders gelungenes Praxisbeispiel empfohlen und auf dem Demografieportal in der Rubrik „Gute Praxis“ präsentiert. Auch die wissenschaftliche Begleitung durch Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer von der Universität Kassel sowie die über einjährigen Modellprojekt-Erfahrungen haben die Initiatoren des Praxisdialogs bei der Auswahl überzeugt.

Das Forum richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und besonders an kommunalpolitische Akteure wie Stadtverordnete, Gemeinderatsmitglieder, Bürgermeister und Landräte, die sich über Ihre Erfahrungen zu dem Thema austauschen möchten.

Im Mittelpunkt des Dialogs steht das Projekt „NVV-Mobilfalt“ des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV), das Fahrten des öffentlichen Nahverkehrs und Privatfahrten mit dem PKW in einem innovativen Ansatz miteinander verknüpft. Fragen zum Konzept, zur Umsetzung oder Erfolgsfaktoren können direkt  mit einem Ansprechpartner des NVV diskutiert werden. 

Ziel des Praxisdialoges im Netz ist es, einen Erfahrungsaustausch über gelungene Praxisbeispiele zur Mobilitätssicherung im ländlichen Raum anzustoßen und weitere Ideen und Erfahrungen aus den unterschiedlichen Regionen zu erhalten.

Das Forum ist seit heute nutzbar und steht bis zum 16. November unter http://www.demografie-portal.de/DE/Mitreden/11_Mobilitaet/mobilitaet_node.html zur Verfügung.

Hintergrundinformationen zum Modellprojekt Mobilfalt:
Das bundesweit einmalige NVV-Pilotprojekt Mobilfalt (= Mobilität+Vielfalt). soll den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen attraktiv erhalten, dort wo immer weniger Menschen leben und daher traditionelle Verkehrsan-gebote zum Beispiel mit Bussen immer schwerer zu finanzieren sind.

Kern von Mobilfalt ist die Verknüpfung des Individualverkehrs in den Pilotregionen Sontra/Nentershausen/Herleshausen (als Kreisgrenzen überschreiten-der Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram oder Zug. 
Am 19. April 2013 war in Sontra der Startschuss für das bis Ende des Jahres laufende Projekt gefallen. Seitdem haben sich mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon über 110 Fahrerinnen und Fahrer registrieren lassen. In dieser Zeit fanden mehr als 5600 Mobilfaltfahrten, mit denen bereits mehr als 6700 Fahrgäste unterwegs waren, statt. 
Die bisherigen Angebote werden im vorhandenen NVV-Tarif- und Fahrplan-system um Fahrten im Auto oder Taxi - falls keine Privatfahrt angeboten wird - ergänzt. Damit integriert Mobilfalt die Privatfahrt mit dem Auto in die verlässlichen Qualitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Tarif- und Taktangebot und seiner Infrastruktur von Strecken, Bahnhöfen und Stationen. 
Jeder kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten anderen anbieten und erhält dafür einen Zuschuss von 30 Cent pro Kilometer (mit wenigstens einem Fahrgast). Der Preis pro Fahrt für den Fahrgast ist bisher in der Pilotphase mit  1 Euro bzw. 2 Euro bei Fahrten über eine Gemein-degrenze hinweg kalkuliert.
Unterstützt werden der Nordhessischen Verkehrsverbund und seine Partner aus den Nahverkehrsgesellschaften des Werra-Meißner-Kreises, des Schwalm-Eder-Kreise und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg besonders intensiv von der Hessischen Landesregierung.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie „Mobilität 2050“ flossen 180.000 Euro in die Entwicklungskosten in Höhe von 360.000 Euro. Darüber hinaus beteiligt sich das Land mit 1 Mio. Euro am Versuch selbst.
Die technische Basis von Mobilfalt ist eine internetgestützte Plattform, mit der angebotene und nachgefragte Autofahrten in die bestehenden Fahrpläne für den Nahverkehr integriert und zentral gesteuert werden. Abgerechnet wird über den NVV. Gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über die neu entstandene Mobilitätszentrale im Stadtbahnhof Eschwege.

Um herauszufinden, welche Fahrten für Mobilfalt angeboten werden können, finden sich im Internet unter der Adresse www.mobilfalt.de alle Mobilfalt-Strecken mit den vorgesehenen Zeiten. Filtermöglichkeiten im Programm helfen dabei, die passende Strecke und Zeit zu finden.

Die Zugangsmöglichkeiten sind sehr einfach, denn die mitfahrenden Fahrgäste benötigen nicht einmal ein Handy, ein Festnetzanschluss zum Buchen von Fahrten genügt vollkommen. Die Anbieter von privaten Autofahrten benötigen ein Mobiltelefon oder eine Emailadresse, um ihre Fahrtaufträge bestätigen zu können. Wer möchte, kann sich die passenden Mobilfalt-Strecken auch in der Mobilitätszentrale in Eschwege buchen lassen oder sich dort telefonisch unter 0800 80 90 688, erkundigen.


Die Zusammenfassung des Praxisdialogs vom 1. Oktober bis 16. November 2014 „Mobil in ländlichen Räumen“, in dessen Mittelpunkt das Therma „Mobil in ländlichen Räumen“ stand, und in dem das den das Demografieportal im das Pilotprojekt „NVV-Mobilfalt“ diskutiert wurde, finden Sie HIER


 

Der aufgestellte und vom NVV-Aufsichtsrat beschlossene "Regionale Nahverkehrsplan 2013-2018 des Nordhessischen VerkehrsVerbundes", der die ÖPNV-Rahmenvorgaben in Nordhessen vorgibt, liegt jetzt vor und kann steht Hier zur Einsicht oder Download zur Verfügung.

 


 

Pressemitteilung der Werra-Rundschau vom 26.09.2014
 

Ausgezeichnet: Der Deutsche Verkehrsplanungspreis gehört dem Stadtbahnhof in Eschwege. Die Station wurde vom Verkehrsclub Deutschland am Donnerstag in Berlin ausgezeichnet. Foto: Archiv

Ausgezeichnet: Der Deutsche Verkehrsplanungspreis gehört dem Stadtbahnhof in Eschwege. 
Die Station wurde vom Verkehrsclub Deutschland am Donnerstag in Berlin ausgezeichnet. Foto:WR-Archiv

In der Begründung der Jury heißt es: „Auf einer reaktivierten Trasse wurde eine Station neu geschaffen, die das Eschweger Stadtzentrum wieder erschließt und angemessen an das überörtliche Schienenverkehrsnetz anbindet. Die Anlage ist außerdem an das Straßennetz angebunden, ebenfalls ist der Takt der Stadtbuslinien abgestimmt. Ein beispielhaftes integriertes Gesamtkonzept für eine umweltfreundliche Mobilität.“

Deutschlandweit wurden vierzehn Projekte zur Bewertung eingereicht. „Darunter auch einige Arbeiten aus viel größeren Städten“, wie Bürgermeister Heppe gestern stolz feststellte. Der Eschweger Bahnhof habe den Wettbewerb auch deswegen gewonnen, weil er ein Beispiel dafür sei, dass es gelingen könne, die Menschen im ländlichen Raum an den Schienenverkehr heranzuführen, sagte Heppe.

Für Heppe ist die Station ein echtes Erfolgsmodell. Die Fahrgastzahlen hätten sich auf der gesamten Strecke zwischen Bad Hersfeld und Göttingen mehr als verdoppelt, seit der Stadtbahnhof in der Kreisstadt im Jahr 2009 in Betrieb genommen wurde. „Das Bahnhofs-Café ist inzwischen zu einem echten Treffpunkt geworden“, so der Bürgermeister. Hochwertige Materialien, eine spezielle Architektur und der Blick fürs Detail machten die Wertigkeit der gesamten Anlage aus.

Heppe: „Durch den Stadtbahnhof wurde das gesamte Viertel aufgewertet. Eschwege wird seiner Funktion als zentraler Ort im Werratal noch mehr gerecht.“ Mit der Auszeichnung, so Heppe, verbinde sich für die Kreisstadt ein zusätzlicher Werbeeffekt, auch weil der Preis gerade in Fachpublikationen genannt werde (von Harald Sagawe, Werra-Rundschau).

Sh. Auch folgende Internet-Links:

http://www.vcd.org/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=1201&cHash=7c4c78e2e2fbb6e07b2bee537c408aa2
 
http://www.srl.de/%C3%BCber-srl/aktuelles/1823-preistr%C3%A4ger-des-deutschen-verkehrsplanungspreises-2014-pressemitteilung.html


- Nutzer und Interessierte im Projekt Mobilfalt treffen sich zu Information und Austausch -  aktuelle Veranstaltung in WIZ-Werleshausen

 

Wann gibt es Mobilfalt-Fahrten von einem Witzenhäuser Stadtteil in die Kernstadt sowie zurück und wie kann ich mitfahren? Wie profitiere ich davon, wenn ich anderen Mobilfaltnutzern die Mitfahrt in meinem privaten PKW anbiete? Wer sind die Mobilfaltfahrer in meinem Dorf?

Diese und weitere Fragen sollen bei mehreren Treffen in Witzenhausens Stadtteilen besprochen werden. Eingeladen sind diejenigen, die Mobilfalt kennen lernen möchten genauso wie diejenigen, die bereits mitmachen, aber an noch mehr Hilfestellung für die praktische Nutzung Mobilfalt interessiert sind. „Wir freuen uns, wenn möglichst viele Interessierte kommen, denn die Mobilfalt lebt vom Mitmachen“, erläutert Horst Pipper von der Nahverkehr Werra-Meißner. „Außerdem sind wir auch sehr an Anregungen und Hinweisen interessiert, wie wir die Mobilfalt noch verbessern können“, so Pipper.

 

Mobilfalt ist ein neues Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dass private PKW-Fahrten mit den vorhandenen ÖPNV-Angeboten verknüpft und diese ergänzt. Das innovative Konzept wird seit April letzten Jahres für die Stadtteile von Witzenhausen und an drei weiteren Modellstandorten im Werra-Meißner-Kreis bzw. in Nordhessen umgesetzt. Für den Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV) und den Nahverkehr Werra-Meißner (NWM) als lokale Nahverkehrsorganisation ist die Mobilfalt ein Baustein, um die Mobilität auch im ländlichen Raum zu sichern und die Angebote qualitativ sogar weiter zu entwickeln. Immerhin garantiert die Mobilfalt einen Stundentakt zwischen Witzenhausens Stadtteilen und der Kernstadt sowie zurück und das pro Fahrt für nur einen Euro. Mobilfalt- Fahrer, die Mitfahrten im eigenen PKW in Richtung Kernstadt und zurück anbieten, erhalten vom NVV eine Erstattungspauschale pro „mitgenommenem Kilometer“. Steht einem Mitfahrtwunsch keine entsprechende Mitfahrgelegenheit gegenüber, schickt der NVV ein Taxi und bietet somit gleichzeitig eine Mobilitätsgarantie. Der Fahrtwunsch kann also in der Regel in jedem Fall erfüllt werden. 

Das nächste Treffen findet am 23. Juli um 19 Uhr in WIZ-Werleshausen statt.
Weitere Interessierte sind herzlich eingeladen. Nähere Informationen gibt es bei der Nahverkehr Werra-Meißner (NWM) unter Tel. 05651-74570.

 

Die Veranstaltungstermine in Witzenhausen im Überblick:  

17.02.2014      WIZ-Roßbach, 19:00 Uhr, Gasthof „Zur Linde“, Untere Bachstr.4

25.02.2014      WIZ-Ziegenhagen, 19:00 Uhr, DGH

20.03.2014      WIZ-Ermschwerd, 19:00 Uhr, Schloß Ermschwerd

23.07.2014      WIZ-Werleshausen, 19:00 Uhr, DGH 

 

 

Nach Beschlussfassung im Aufsichtsrat des NVV und Zustimmung durch das Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden, ist der Regionale Nahverkehrsplan des Nordhessischen VerkehrsVerbundes (NVV) für den Zeitraum 2013 bis 2018 wirksam und steht HIER als Download von den NVV-Internetseiten zur Verfügung. 

 




          NVV-Kundenbarometer 2013

Resümee nach einem Jahr: Mobilfalt ist erfolgreich gestartet - Über 4000 Fahrten bisher realisiert

„Mobilfalt ist erfolgreich an den Start gegangen, aber wir brauchen weitere Unterstützer und mehr Zeit“, so lautet das positive Fazit von NVV-Geschäfts-führer Wolfgang Dippel nach einem Jahr Betrieb des bundesweit einmaligen Pilotprojektes Mobilfalt in den Modellregionen. Am 19. April 2013 war in Sontra der Startschuss für das bis Ende des Jahres laufende Projekt gefallen.

Seitdem haben sich mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, davon über 100 Fahrerinnen und Fahrer in den Pilotregionen Sontra/ Nentershausen/Herleshausen und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis, im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie in Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis registrieren lassen. In dieser Zeit fanden mehr als 4000 Mobilfaltfahrten, mit denen bereits mehr als 4600 Fahrgäste unterwegs waren, statt.  

Jedoch wurden in den meisten Fällen dafür Taxifahrten genutzt, die Kosten im Umfang von 50.000 Euro bei 25.000 gefahrenen Kilometern verursacht haben. Private Fahrten wurden in weniger als 10 Prozent der Fälle angeboten.

Hier wollen die Projektpartner Nahverkehr-Werra-Meißner, Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrssysteme der Universität Kassel, die das Projekt wissenschaftlich betreut, sowie der NVV ansetzen. Gemeinsames Ziel ist es weiterhin, einen höheren Anteil von Privatfahrten - zwischen 20 und 30 Prozent der Mobilfalt-Fahrten - zu erreichen.

„Ein ehrgeiziges, aber realistisches Ziel“, so Prof. Dr.-Ing. Carsten Sommer als Projektleiter der Universität Kassel, „denn unsere Untersuchungen, die wir als wissenschaftliche Begleitung für das Projekt durchführen, haben gezeigt, dass neue Systeme wie Mobilfalt - insbesondere, wenn die Nutzung mit Verhaltens- und Bewusstseinsänderungen einhergeht - Zeit benötigen. In der Verkehrsplanung gehen wir in der Regel von zwei bis drei Jahren aus, bis z.B. eine neues Angebot im Öffentlichen Nahverkehr von den Fahrgästen verinnerlicht wurde und im Alltag genutzt werden kann.“

Dass der bisherige Verlauf des Modellprojektes ein Erfolg ist, zeigt auch die Altersverteilung bei den Fahrtnutzern. Denn die beschränkt sich nicht nur auf ältere Menschen, wie das bei ehrenamtlichen Bürgerbussen oftmals der Fall ist. Die Fahrgäste bei Mobilfalt spiegeln die jeweiligen Alters- und Geschlechteranteile der Modellregionen wieder. Somit hat der NVV ein Modellprojekt aufgelegt, das von allen Menschen in den Kommunen gleichermaßen genutzt wird. 

Aus den Untersuchungen geht auch hervor, dass die genutzten Mobilfalt-Angebote der Mitfahrer ihren Schwerpunkt zwischen 9:00 Uhr und 11:00 Uhr sowie nicht ganz so ausgeprägt zwischen 15:00 und 17:00 Uhr haben. Die Untersuchungen der Universität Kassel haben darüber hinaus  ergeben, dass dauerhaftes privates Engagement von Fahrerinnen und Fahrern, weitere Starthelfer sowie unterschiedliche Kontaktwege und ein vereinfachter Zugang, die Akzeptanz des Projektes in der Zukunft verbessern können. 

Daran arbeiten die Projektpartner bereits. So hat es eine Reihe von Veranstaltungen gegeben, um auf Mobilfalt aufmerksam zu machen, aber auch um vor Ort Rede und Antwort zu stehen. Außerdem ist vorgesehen, das Buchungsverfahren zu vereinfachen und die bereits bestehende NVV App um die Anwendung für Mobilfalt zu erweitern.  

Der NVV plant zurzeit, neue Anreize für das Mitnehmen zu schaffen. Bei der nächsten Aktion können pro Fahrt zusätzlich Mobilfaltpunkte gesammelt werden, die dann gegen einen 10€-Benzingutschein eingelöst werden können. So soll der Anteil an Privatfahrten kontinuierlich gesteigert werden. Zurzeit besteht die Kommunikation für Mobilfalt vor allem darin, das Modellprojekt als neue Komponente des ÖPNV und zusätzliche Mobilitätsoption bei der alltäglichen Lebensplanung ins Bewusstsein zu rücken.  

Unterstützt wird der NVV dabei auch vom stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und Landrat des  Werra-Meißner-Kreises Stefan Reuß: „Wir wollen dieses Projekt in der Region weiter ausprobieren, denn über 4000 Fahrten sind ein Erfolg. Wichtig ist jetzt ein langer Atem, denn wie in vielen Bereichen des Lebens lassen sich Menschen nur Schritt für Schritt überzeugen. Wir haben dafür schon viele Unterstützer gewonnen, die sich in dem Prozess engagieren, so dass wir uns noch zwei Jahre Zeit und eine entsprechende Finanzierung wünschen, um unser gestecktes Ziel auch erreichen zu können.“ 

Um eine Verlängerung bis 2016 und eine Finanzierung für das Projekt zu erreichen, bereitet der NVV zurzeit Gespräche mit dem Land und allen Kooperationspartnern vor. 

Zusammen mit dem Projekt „Garantiert Mobil!“ im Odenwaldkreis (startet zum Jahresende und garantiert eine Fahrt nach spätestens 30 Minuten zum nächsten Unter- oder Mittelzentrum) sollen wichtige Erfahrungen der beiden Projekte in das jeweils andere einfließen. Außerdem wird das Ziel verfolgt, beide Projekte mit einem einzigen mandantenfähigen IT-System auszurüsten. 

Neben der tatsächlichen Umsetzung von Mobilfalt in den Pilotkommunen ist das Projekt aufgrund seiner besonderen Konzeption auf bundesweites Interesse sowohl bei den Medien als auch bei Verkehrsverbünden, Kommunen und Parteien in ganz Deutschland und darüber hinaus gestoßen.  

Hintergrundinformationen zum Pilotprojekt Mobilfalt
Das bundesweit einmalige NVV-Pilotprojekt Mobilfalt (= Mobilität+Vielfalt). soll den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen attraktiv erhalten, dort wo immer weniger Menschen leben und daher traditionelle Verkehrsangebote zum Beispiel mit Bussen immer schwerer zu finanzieren sind.
Kern von Mobilfalt ist die Verknüpfung des Individualverkehrs in den Pilotregionen Sontra/Nentershausen/Herleshausen (als Kreisgrenzen überschreitender Zweckverband Interkommunaler Zusammenarbeit) und Witzenhausen im Werra-Meißner-Kreis und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie Niedenstein im Schwalm-Eder-Kreis mit allem, was bisher in den Fahrplänen des NVV zu finden ist, egal ob Anrufsammeltaxi, Bürgerbus, Bus, Tram oder Zug.
Besonders viel Resonanz auf das Projekt hat es direkt nach dem Start im April und Mai 2013 gegeben, da stiegen die Teilnehmerzahlen innerhalb von vier Wochen von 90 auf 200. Seitdem ist ein kontinuierlicher Anstieg auf mehr als 700 zu verzeichnen. Die Registrierung für das System erfolgt fast ausschließlich über das Internet, nur wenige nutzen die telefonische Möglichkeit über die neue Mobilitätszentrale in Eschwege.
Die bisherigen Angebote werden im vorhandenen NVV-Tarif- und Fahrplansystem um Fahrten im Auto oder Taxi - falls keine Privatfahrt angeboten wird - ergänzt. Damit integriert Mobilfalt die Privatfahrt mit dem Auto in die verlässlichen Qualitäten des Öffentlichen Personennahverkehrs mit Tarif- und Taktangebot und seiner Infrastruktur von Strecken, Bahnhöfen und Stationen. Jeder kann seine regelmäßigen oder unregelmäßigen privaten Autofahrten anderen anbieten und erhält dafür einen Zuschuss von 30 Cent pro Kilometer (mit wenigstens einem Fahrgast). Der Preis pro Fahrt für den Fahrgast ist bisher in der Pilotphase mit  1 € bzw. 2 € bei Fahrten über eine Gemeindegrenze hinweg kalkuliert.
Unterstützt werden der Nordhessischen Verkehrsverbund und seine Partner aus den Nahverkehrsgesellschaften des Werra-Meißner-Kreises, des Schwalm-Eder-Kreise und des Landkreises Hersfeld-Rotenburg besonders intensiv von der Hessischen Landesregierung.

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie „Mobilität 2050“ flossen 180.000 Euro in die Entwicklungskosten in Höhe von 360.000 Euro. Darüber hinaus beteiligt sich das Land mit 1 Mio. Euro am Versuch selbst.

Die technische Basis von Mobilfalt ist eine internetgestützte Plattform, mit der angebotene und nachgefragte Autofahrten in die bestehenden Fahrpläne für den Nahverkehr integriert und zentral gesteuert werden. Abgerechnet wird über den NVV. Gebucht wird über Internet, Telefon bzw. über die neu entstandene Mobilitätszentrale im Stadtbahnhof Eschwege.
Um herauszufinden, welche Fahrten für Mobilfalt angeboten werden können, finden sich im Internet unter der Adresse www.mobilfalt.de alle Mobilfalt-Strecken mit den vorgesehenen Zeiten. Filtermöglichkeiten im Programm helfen dabei, die passende Strecke und Zeit zu finden.
Die Zugangsmöglichkeiten sind sehr einfach, denn die mitfahrenden Fahrgäste benötigen nicht einmal ein Handy, ein Festnetzanschluss zum Buchen von Fahrten genügt vollkommen. Die Anbieter von privaten Autofahrten benötigen ein Mobiltelefon oder eine Emailadresse, um ihre Fahrtaufträge bestätigen zu können. Wer möchte, kann sich die passenden Mobilfalt-Strecken auch in der Mobilitätszentrale in Eschwege anzeigen lassen oder sich dort telefonisch unter 0800 80 90 688, erkundigen.

Langfristig verfolgt der NVV mit dem Projekt Mobilfalt das Ziel, ein flexibles Angebot für die Bürgerinnen und Bürger mit den neuen Vorteilen für die Mobilitätsanbieter zu verbinden und Mobilität in der ländlichen Region nachhaltig zu sichern.

 

 

Das alternative ÖPNV-Modellprojekt Mobilfalt genießt erfreulicherweise ein hohes mediales Interesse in den überregionalen Medien und auch in der Fachwelt. Aktuell ist Mobilfalt als die sog. "hessische Lösung" Gegenstand eines redaktionellen Fachartikels in der ADAC-Motorwelt - Ausgabe März 2014. Diesen können Sie HIER aufrufen.

 

- Nutzer und Interessierte im Projekt Mobilfalt treffen sich zu Information und Austausch -

 

Wann gibt es Mobilfalt-Fahrten von einem Witzenhäuser Stadtteil in die Kernstadt sowie zurück und wie kann ich mitfahren? Wie profitiere ich davon, wenn ich anderen Mobilfaltnutzern die Mitfahrt in meinem privaten PKW anbiete? Wer sind die Mobilfaltfahrer in meinem Dorf?

Diese und weitere Fragen sollen bei mehreren Treffen in Witzenhausens Stadtteilen besprochen werden. Eingeladen sind diejenigen, die Mobilfalt kennen lernen möchten genauso wie diejenigen, die bereits mitmachen, aber an noch mehr Hilfestellung für die praktische Nutzung Mobilfalt interessiert sind. „Wir freuen uns, wenn möglichst viele Interessierte kommen, denn die Mobilfalt lebt vom Mitmachen“, erläutert Horst Pipper von der Nahverkehr Werra-Meißner. „Außerdem sind wir auch sehr an Anregungen und Hinweisen interessiert, wie wir die Mobilfalt noch verbessern können“, so Pipper.

 

Mobilfalt ist ein neues Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dass private PKW-Fahrten mit den vorhandenen ÖPNV-Angeboten verknüpft und diese ergänzt. Das innovative Konzept wird seit April letzten Jahres für die Stadtteile von Witzenhausen und an drei weiteren Modellstandorten im Werra-Meißner-Kreis bzw. in Nordhessen umgesetzt. Für den Nordhessischen VerkehrsVerbund (NVV) und den Nahverkehr Werra-Meißner (NWM) als lokale Nahverkehrsorganisation ist die Mobilfalt ein Baustein, um die Mobilität auch im ländlichen Raum zu sichern und die Angebote qualitativ sogar weiter zu entwickeln. Immerhin garantiert die Mobilfalt einen Stundentakt zwischen Witzenhausens Stadtteilen und der Kernstadt sowie zurück und das pro Fahrt für nur einen Euro. Mobilfalt- Fahrer, die Mitfahrten im eigenen PKW in Richtung Kernstadt und zurück anbieten, erhalten vom NVV eine Erstattungspauschale pro „mitgenommenem Kilometer“. Steht einem Mitfahrtwunsch keine entsprechende Mitfahrgelegenheit gegenüber, schickt der NVV ein Taxi und bietet somit gleichzeitig eine Mobilitätsgarantie. Der Fahrtwunsch kann also in der Regel in jedem Fall erfüllt werden. 

Das erste Treffen findet am 17. Februar um 19 Uhr in WIZ-Roßbach statt.
Weitere Interessierte sind herzlich eingeladen. Nähere Informationen gibt es bei der Nahverkehr Werra-Meißner (NWM) unter Tel. 05651-74570.

 

Die Veranstaltungstermine in Witzenhausen im Überblick:  

17.02.2014      WIZ-Roßbach, 19:00 Uhr, Gasthof „Zur Linde“, Untere Bachstr.4

25.02.2014      WIZ-Ziegenhagen, 19:00 Uhr, DGH

20.03.2014      WIZ-Ermschwerd, 19:00 Uhr, Schloß Ermschwerd

23.07.2014      WIZ-Werleshausen, 19:00 Uhr, DGH

 

 

Am Donnerstag, 16. Januar 2014, fand bei der Nahverkehr Werra-Meißner GmbH unter Beteiligung vieler Kommunen, von Verbänden und Personen aus Interessengruppen, die dem öffentlichen Personennahverkehr im Werra-Meißner-Kreis nahe stehen, die 3. Regionalkonferenz zur Fortschreibung des "Lokalen Nahverkerkehrsplans (NVP)" für den Werra-Meißner-Kreis statt. Unter Vorsitz des NWM-Aufsichtsratsvorsitzenden, Landrat Stefan G. Reuß, und des NWM-Geschäftsführers Pipper wurden die aktuellen Inhalte von den anwesenden beauftragten Planungsbüros-Vertretern IGDB und Schmechtig Consult ausführlich dargelegt.

Der Nahverkehrsplan legt die Grundzüge für das ÖPNV-Angebot, die -planung und -entwicklung im Werra-Meißner-Kreis für die nächsten 5 Jahre fest und wird in enger Abstimmung mit dem Nordhessischen VerkehrsVerbund und den anderen 5 nordhessischen Landkreisen aufgestellt.

Bei der Konferenz wurden jetzt die Teile "Schwachstellenanalyse" und "Angebotskonzept", die nun ergänzend zu den bisherigen Teilen "Bestandsaufnahme" und "Anforderungsprofil" fertiggestellt sind, vorgestellt und eingehend erläutert. Es fand dazu eine rege Diskussion mit vielen Fragen und Spaekten zum Öffentlichen Personennahverkehr und Schienenverkehr statt.

Bei den Regionalkonferenzen geht es darum, im Zuge der Erstellung des Nahverkehrsplan möglichst viele Beteiligte vorab einzubinden und deren Vorschläge aufzunehmen. 

Im Herbst 2014 soll dann nach einer noch durchzuführenden öffentlichen formalen Anhörung der lokale Nahverkehrsplan für den Werra-Meißner-Kreis durch den Kreistag beraten und beschlossen werden.

 

 

 

 

 

    und dann waren doch noch   :-)